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Projekt

Eingangsbereich des Nietzsche-Archivs
Eingangsbereich des Nietzsche-Archivs
Eingangsbereich des Nietzsche-Archivs
Eingangsbereich des Nietzsche-Archivs
Visualisierung der Beleuchtungsumgestaltung des Nietzsche Archivs im Erdgeschoss, Bild: Torsten Müller
Visualisierung der Beleuchtungsumgestaltung des Nietzsche Archivs im Erdgeschoss, Bild: Torsten Müller
Eingangssituation des Nietzsche-Archivs
Eingangssituation des Nietzsche-Archivs
Lichtkonzept der Ausstellung
Lichtkonzept der Ausstellung
Detailansicht der Ausstellung
Detailansicht der Ausstellung
Lichtstimmung des Bibliothekraums
Lichtstimmung des Bibliothekraums
Lichtwirkung der selbstentwickelten Stehleuchte
Lichtwirkung der selbstentwickelten Stehleuchte
Detailansicht des Beleuchtungskonzepts der Nietzsche Büste
Detailansicht des Beleuchtungskonzepts der Nietzsche Büste

Das Nietzsche-Archiv Weimar

Das denkmalgeschützte Nietzsche-Archiv in Weimar beinhaltet eine der wenigen nahezu vollständig erhaltenen Innenraumgestaltungen von Henry van de Velde. Nach Friedrich Nietzsches Tod wurde er für die Umgestaltung der Räume im Erdgeschoss engagiert. Für das Themenjahr „Nietzsche“ 2020 werden die musealen Räumlichkeiten mit gewählten Maßnahmen restauratorisch instandgesetzt und die Ausstellung überarbeitet. Dazu gehört auch eine neue Beleuchtungsanlage, die den heute gültigen Anforderungen nahekommt, ohne die historische Raumatmosphäre zu beeinträchtigen. Die eingesetzte Lichttechnik ist gestalterisch zurückhaltend und so weit wie möglich integriert, bleibt dabei jedoch als moderne Ergänzung erkennbar.

Vier Petroleum-Tischleuchten belichteten ursprünglich den Bibliotheksraum des Nietzsche-Archivs. Wir können davon ausgehen, dass der Raum daher in ein weiches atmosphärisches Licht getaucht, nie hell erleuchtet war. Die von van de Velde angedachte Lichtstimmung wiederherzustellen ist Ziel des Beleuchtungsentwurfes. Da in den Räumen ursprünglich keine elektrischen Leuchten an Wänden oder Decken installiert waren, ist auch die heutige Lösung freistehend. Eine eigens entwickelte Stehleuchte fügt sich sowohl optisch als auch funktionell in den Raum ein. Die schmale geteilte Stele beinhaltet eine schwenkbare diffuse Deckenleuchte, ein diffus strahlendes Linienlicht zur Aufhellung der Ecken und einen Spot. Da die wenigen Steckdosen im Erdgeschoss keine Erdungsleiter haben, müssen die Leuchten in erhöhter Schutzklasse ausgeführt werden.

Die neu gestaltete Ausstellung besteht aus umlaufenden Wandvitrinen und einer Tischgruppe in der Raummitte. Die Leuchten sind hier in die neuen Möbel integriert und beleuchten die Ausstellungstafeln mit in Fugen versteckten Lichtlinien. Der Raum selbst wird indirekt über die Decke beleuchtet, ausgehend von Leuchten und reflektierenden Schienen in den Oberseiten der Wandvitrinen.

Auftraggeber
Klassik Stiftung / Weimar
Architektur
Kummer Lubk Partner / Erfurt
Lichtplanung, Elektroplanung
lichtraum / Dipl.-Ing. Torsten Müller und M.Sc. Katja Sievert / Weimar
Zeitraum
2019–2020